Dieser Aktionstag ist weit mehr als nur ein Datum im Kalender – er ist ein wichtiges jährliches Signal für die Sichtbarkeit, den Respekt und die gesellschaftliche Solidarität mit Ein-Eltern-Familien.
Die Initiative für diesen Tag ging im Jahr 2019 von der Berlinerin Wendula Strube aus. Sie rief den Aktionstag ins Leben, um Alleinerziehenden eine unüberhörbare Stimme in der Öffentlichkeit zu geben. Das von ihr geprägte, selbstbewusste Motto lautet bis heute: „Wir feiern uns selbst, weil uns niemand feiert!“
Was als lokale Kundgebung an der Berliner Weltzeituhr begann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer internationalen Bewegung entwickelt. Mittlerweile beteiligen sich Organisationen, Verbände und Ein-Eltern-Familien in zahlreichen Ländern, um gemeinsam auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Alleinerziehende Mütter und Väter managen den Familienalltag meist komplett in Eigenregie. Sie sind der Fels in der Brandung und emotionale Stütze in der Einelternfamilie.
Dennoch: Ein-Eltern-Familien tragen nach wie vor das höchste Armutsrisiko in der Gesellschaft.
Starre Arbeitszeitmodelle, Lücken in der Kinderbetreuung, finanzielle Herausforderungen und bürokratische Hürden erschweren vielen Betroffenen das Leben.
„Alleinerziehende sind die Manager von Familienbetrieben ohne Stellvertreter.
Wenn das Kind krank ist, brennt die Arbeit.
Wenn die Arbeit brennt, fehlt die Zeit für das Kind.
Wer diesen Spagat täglich meistert, leistet gesellschaftliche Höchstarbeit.“
„Es gab Nächte, da war ich so pleite und gestresst, dass ich dachte, ich schaffe es nicht. Aber diese Phase hat mir eine felsenfeste Entschlossenheit gegeben, die ich sonst nie entdeckt hätte.“
J.K. Rowling über ihre Zeit als alleinerziehende Mutter unter der Armutsgrenze
„Ich weiß, wie hart es ist. Meine Mutter musste arbeiten, zur Schule gehen und sich um meine Schwester und mich kümmern – mit sehr wenig Geld. Sie hat Opfer gebracht, die ich erst heute als Vater ganz verstehe.“
Barack Obama, aufgewachsen bei einer alleinerziehenden Mutter










